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Georg Droste

*13. Dezember 1866 in Bremen; †17. August 1935 in Bremen

Eine Zeichnung von Georg Droste
Georg Droste (Quelle: www.wkgeschichte.weser-kurier.de/der-letzte-chronist-des-bremer-platt/)

Georg Droste wurde 1866 in Bremen geboren. Sein Vater war Schneidemeister und die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen am Osterdeich an der Weser. Nach der Schulzeit arbeitete Droste bei einem Buchhändler als Laufbursche, um die Familie finanziell zu unterstützen. Danach machte er eine Lehre in einer Wollfirma. Seine Lehre schloss er erfolgreich ab.
In seinem 20. Lebensjahr traf ihn jedoch ein schwerer Schicksalsschlag: er erkrankte an einer Sehnerventzündung und erblindete innerhalb von 14 Tagen. Seine Zukunftspläne waren damit gescheitert und er stand vor dem beruflichen Nichts.

Von nun an musste er sein Geld als Straßenhändler verdienen.
In einer Blindenschule in Hannover lernte er später das Korbflechten, womit er anschließend in Bremen seinen Lebensunterhalt bestritt.

1983 heiratet Droste und hatte mit seiner Frau fünf Kinder. Während Droste im eigenen Keller Kohlekörbe für die damalige Dampfschifffahrt flocht, erzählte er seinen Kindern aus seiner schönen Kindheit am Weserdeich.

Ihm wurde bewusst, dass er ein guter Geschichtenerzähler auf Plattdeutsch war, sodass seine Tochter und seine Frau anfingen die Geschichten aufzuschreiben. Vor allem seine Tochter ermutigte ihm zu diesem Vorhaben. Georg Droste wurde insbesondere in Bremen noch mit 41Jahren ein erfolgreicher Buchautor.